Schwarzarbeit beim Handwerker: Warum es dich am Ende mehr kostet
Keine Garantie, keine Versicherung, Bussen bis CHF 1 Mio. Wir zeigen, was Schwarzarbeit in der Schweiz wirklich kostet.
"Brauchst du eine Quittung?" – mit dieser Frage beginnt Schwarzarbeit. Was als 20% Ersparnis lockt, kann am Ende zur sechsstelligen Rechnung werden.
Was Schwarzarbeit in der Schweiz wirklich kostet
Das Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit (BGSA) regelt Sanktionen klar – und sie treffen oft auch den Auftraggeber:
- Bussen für Auftraggeber bis CHF 5'000 (Privatpersonen)
- Bussen für Auftraggeber-Unternehmen bis CHF 1'000'000
- Nachzahlung aller Sozialabgaben mit Verzugszinsen
- Sperre für öffentliche Aufträge (bei Firmen)
- Strafregister-Eintrag möglich
Das eigentliche Risiko ist nicht die Busse
Schlimmer als die staatliche Strafe ist der Verlust aller Rechtsmittel. Schwarz-Arbeit ist juristisch keine Arbeit – wenn etwas schiefgeht, hast du keine Garantie, keine Versicherung, keine Mängelrechte.
Wie du Schwarzarbeit erkennst
- Kein Briefkopf, keine UID-Nummer, keine MwSt.
- "Cash-Rabatt" von 8–10% (= MwSt-Satz)
- Keine Offerte, nur Handschlag
- Kein Werkvertrag oder schriftlicher Auftrag
- Rechnung ohne Adresse, ohne Unterschrift
Ein vermeintlicher Spareffekt von CHF 500 kann sich schnell in CHF 50'000 Schaden verwandeln, wenn du auf dem Schaden sitzen bleibst. Es ist die Rechnung, die am Ende immer aufgeht – nur nicht für dich.
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